Gute Wanderreiter-Quartiere sind rar

Vom 21.-23.8.20 waren wir Gast bei Familie Merges in Friedelhausen bei Kusel, am Fuße des Potzberges. Schon die Ankunft war perfekt organisiert. Fünf Gespanne fuhren nacheinander auf das große Gelände hinter der alten Mühle, wo genügend Platz zum Parken, Ausladen und Anbinden der Pferde vorhanden ist.
Daneben waren die Paddoks bereits vorbereitet, großzügig bemessen, jedes ausgestattet mit Mistboy und Wasserbehälter. Ein gefüllter Tank und ein Heu-Hänger standen direkt dabei. Mit dem Zaun am Hausstrom braucht sich niemand Gedanken um die Sicherheit zu machen. Denn selbst wenn ein Pferd ausbüchsen sollte, so ist das Gelände geschlossen. Alle Reiter waren pünktlich da und so war Zeit genug, die Zimmer zu inspizieren. Im Gästeflügel gibt außer den 2 Bädern mit Duschen, drei Zimmer zur Übernachtung. Eines mit einem Doppelbett, eines mit einem Doppelbett und einem Bestellbett und eines mit fünf Betten. In Zeiten von Corona schliefen in den Zimmern jeweils 2 Personen, die zusammen gekommen waren. Die restlichen Teilnehmer wichen auf ihre Autos oder auf Wohnmobile und Zelte aus.
Da uns das Wetter hold war, konnten wir den Begrüßungsumtrunk und die leckeren Häppchen auf dem Hof in der Sonne in genügendem Abstand genießen. Das wäre bei schlechten Wetter genauso gut in der riesigen Scheune möglich gewesen, in der jetzt die Sattelböcke für unsere Ausrüstung standen.
Nach der Stärkung von Pferd und Reiter brachen wir auf zum ersten Ritt dieses Wochenendes auf. Die Reiter wussten um die vielen geschotterten Wege um den Potzberg und den Heinzelberg und ihre Pferde hatten entweder einen Beschlag oder Hufschuhe. In den 3 Tagen des Rittes ertönte, trotz Trab und Galopp, der Ruf „Stopp, Hufschuh!“ lediglich fünf Mal. Das ist ein guter Schnitt.
Wir ritten auf einer Strecke von insgesamt 18km in Begleitung von Gaby Merges und Sarah zu einer Waldhütte bei Bosenbach. Dort hatte ein guter Engel ein tolles Buffet für die Pause aufgebaut. Im Schatten der Hütte erholten sich alle vom Ritt in der Hitze. Unterwegs waren wir von 11:30 Uhr - 17 Uhr. Nach der Rückkehr wurden natürlich zunächst die Pferde versorgt und der Luxus des Waschplatzes mit Pferde-Dusche wurde dankend angenommen. Danach lud der Reitplatz zu einer ausgiebigen Wänzel-Orgie ein, um die Strapazen des Rittes abzulegen. Ein wenig neidisch konnte man da sein, waren wir selbst doch auch sehr verschwitzt und erschöpft. Dieser Zustand änderte sich schnell, als uns Gaby zu einem Bad im Pool einlud. Und so amüsierten wir uns mit gefüllten Sektgläsern in der Hand im oder am Pool. Den Schweiß und die Erschöpfung wuschen wir unter der Gartendusche einfach ab. Unseren Hunger stillten wir mit bestellten Pizzas und Salaten. Und weil es an diesem Abend immer noch sehr heiß war, stiegen wir nach dem Essen einfach noch einmal in den Pool, diesmal mit Disco-Beleuchtung.
Am nächsten Morgen waren wir trotz der dekadenten Poolparty früh bei den Pferden und genossen ein Spitzen-Frühstück. Danach ging es wieder auf die Piste. Probleme des Vortages wurden gelöst. Eine Teilnehmerin mietete sich ein Pferd von Fam. Merges und konnte das restliche Wochenende unbeschwert genießen. Für das Tempo wurde in der 10 Frauen starken Gruppe ein Kompromiss gefunden und so ritten wir am 2. Tag 23km durch den Wald nach Elzweiler zu einer Wanderhütte, die nur für uns geöffnet hatte. Die Pferde ruhten in einem Birkenhain in Sichtnähe, während wir uns von den Gastgebern verwöhnen ließen. Diese hatten nicht nur eine gute Mahlzeit für uns parat, sondern auch Wasser und Möhren für unsere Vierbeiner. An diesem Abend saßen wir, nach der Erfrischung im Pool, in fröhlicher Runde zum Grillen am Lagerfeuer, unsere Pferde zufrieden in den Paddoks wissend.
Der nächsten Morgen brachte Fotografin Janine Boca zu uns. Sie begleitete uns den halben Tag, um einen weiteren Höhepunkt unseres Reiterwochenendes im Bild festzuhalten. Nach einem flotten Ritt um den Potzberg mit Andrea Merges trafen wir am Tierpark Gaby und Sarah. Die beiden hatten Proviant für Mensch und Tier dabei und passten auf unsere Pferde auf, während wir im Tierpark zielstrebig zum Gehege der Polarfüchse gingen. Dort wurden wir von deren Paten, Martin, Anke und Michelle, erwartet. Sie zeigten uns, wie man diese eigentlich wilden Tiere füttert und wie man des Frettchen Fredgar auf dem Arm hält. Die Füchse waren wirklich entzückend und eroberten im Nu unsere Herzen. Wenn auch nicht ganz zutraulich, so ließen sie sich doch auf uns ein, solange genug Hühnchen für sie abfiel. Für die weitere Unterstützung des Parks nahmen wir gerne noch einige Stoff-Füchse mit. Vor dem Park wurde noch ein bisschen geruht, dann ging es flott zurück zu Kaffee und Kuchen auf dem Hof. Die Pferde konnten sich auch noch einmal im Paddok erholen und stärken, bevor wir uns alle endgültig verabschiedeten und den Heimweg antraten.
Ich danke der Fam. Merges sehr herzlich für dieses wunderbare Reitwochenende und die vorbildliche Versorgung von Pferd und Reiter. Mein Dank geht auch an Sarah und Martina, die immer helfen, wo es Not tut. Und an Janine Boca, die sich soviel Zeit für uns genommen hat.
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